Wer schreibt hier?

 

Warum engagiere ich mich für Wildbienen und sitze nicht wie manch anderer abends auf der Couch und schaue Fußball oder einen Krimi?

Wenn ich abends oder am Wochenende spazieren gehe, sehe ich eine leere, ausgeräumte Landschaft. Als Geograph mit den Schwerpunkten Klimatologie, Hydrologie und Bodenkunde, BUND Wildbienenbotschafter, NABU-Naturführer, aber vor allem als jemand, der in seiner Kindheit noch mit blühenden Wiesen und Heumännchen in der Natur groß geworden ist, sehe ich, was fehlt: Blühstreifen an Ackerrändern, Blütenbesucher und andere Insekten, die diese Streifen lebendig werden lassen, hohe Gräser, in denen Rebhühner oder Hasen Deckung finden würden, Hecken, in denen Vögel nisten könnten und die den Wind davon abhalten würden, den wertvollen Boden zu verwehen, Bauminseln, in denen sich die Rehe zurückziehen könnten und die auch manchem Radfahrer oder Landwirt in der Sonnenglut wertvollen Schatten spenden würden.

Aber erst seitdem ich vor nun schon 10 Jahren begann, mich als Hobby-Imker näher mit den Lebensbedingungen von Bienen zu beschäftigen, sind mir auch die Wildbienen bewusst geworden. Während die Honigbiene zur Symbolfigur für die Probleme unserer Landschaftsnutzung geworden ist, sterben die Wildbienen und alle anderen Blütenbesucher leise an Futtermangel, fehlenden Nistmöglichkeiten, an Pestiziden und Neonikotinoiden.

Im Wildbienenprojekt des BUND RLP und im Netzwerk Blühende Landschaft des Mellifera e.V. habe ich Mitstreiter und wertvolle Basisinformationen gewonnen, die mich motiviert haben, etwas für die Wildbienen zu tun. Seitdem lege ich Blühflächen an, engagiere mich politisch, führe Menschen auf Wildbienen-Safaris und halte Vorträge zum Thema.

Mit dieser Seite möchte ich den Wildbienen eine Stimme geben und auf ihre Lage hinweisen. Ich bin sicher, dass sich viele Menschen für sie engagieren, wenn sie erst einmal in diese faszinierende Welt der Wildbienen eintauchen durften.